USA 2000
Reisen
USA 2000 Teil 2

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten:                            Teil 1

Auch wir wollten uns einmal vor Ort informieren, was denn nun so unbegrenzt am Lande ist. Wir studierten ĂŒber Monate die Angebote der ReisebĂŒros, informierten uns ĂŒber die Möglichkeiten vor Ort, was könnte uns gefallen, was möchten wir unbedingt sehen und merkten recht schnell,  zumindest fĂŒr einen Urlaub sind unsere Möglichkeiten in den USA recht begrenzt.

Wir buchten schlussendlich beim ReisebĂŒro KĂŒhnert in Hofgeismar eine Rundreise per Mietwagen vom 04.09.2000 bis zum 17.09.2000 im Westen der USA.

Wir liessen uns zum Flughafen Hannover bringen um dort in einer recht beengten Maschine der German Wings nach Paris zu fliegen.

Lustig war alleine schon das BemĂŒhen der Stewardessen, uns auf diesem kurzen Flug noch Speisen und GetrĂ€nke zu servieren. Den Kaffee hab ich nicht mehr bekommen, wir befanden uns schon im Landeanflug auf Paris!
Rechts ein Bild aus dem Flugzeug, irgendwo Richtung Paris...

Ja Paris, der Flughafen Charles de Gaulle ist schon ein recht Großer. Wir liefen eine Ewigkeit zum anderen Terminal fĂŒr den Weiterflug nach Los Angeles. Nach einer grĂŒndlichen Kontrolle stiegen wir in eine Boeing 747/400, vergleichbar mit einem großem Sarg! Man muss sich das mal vorstellen, in diesem Flugzeug passen bis zu 400 Passagiere hinein und ich hab nicht genĂŒgend Platz! Mein zugelassenes HandgepĂ€ck, der Fotorucksack, passte nicht in das obere Fach, so dass ich ihn zwischen meinen FĂŒssen aufbewahren musst. Das bescherte mir eine nicht ganz angenehme Sitzposition, die schon am Anfang tromboseverdĂ€chtig war. Wir hatten gerade die mit viel MĂŒhe eingepackten Speisen auf dem Tablett positioniert, da kam mein Sitzvordermann auf den tollen Gedanken, seine Sitzlehnenverstellung ausprobieren zu mĂŒssen!

Klasse, ich habe gerade noch schlimmeres verhindern können und die Speisen und den Wein auffangen können! Nunja, nach 2-3 FlÀschchen Wein schlummerte ich ein...

Ich erwachte und dachte, toll, nun kanns nicht mehr lange dauern! Weit gefehlt, es waren nicht mal 6 Stunden vergangen, die Zeit im Flugzeug wurde ehlend lang, ein Erlebnis, welches ich nicht so gerne widerholen möchte, zumal die Vielfalt der Aussicht doch nicht wirklich gegeben war.

Nach 11,5 Stunden landeten wir in L.A. Wir nahmen uns ein Taxi und liessen uns zu unserer Autovermietung kutschieren. Alamo hatte uns einen Wagen reserviert, hey das war ein Chevy, mit Klima und Automatik! Die ErnĂŒchterung folgte auf dem Fusse, der Chevy entpuppte sich als Corsa TR Verschnitt mit 3Gang-Automatik, aber auch mit einer Klimaanlage und neuen Reifen ( wichtig, wir kommen auf die Reifen am Ende noch mal zu sprechen...grins ). Nunja, auf gings zum ersten Hotel, dem West-In, West-Century-Boulevard in L.A.

Ein recht großes Hotel mit fulminantem Service, man nahm unser Auto in Empfang und beförderte es in die Tiefgarage. NatĂŒrlich darf hier das Trinkgeld nicht zu knapp sein, die Bediensteten leben dort davon. dazu kam dann noch die immense GebĂŒhr fĂŒrs Unterstellen, zu Hause miete ich dafĂŒr eine Garage fĂŒr einen ganzen Monat! Wir bezogen das gerĂ€umige Zimmer und

machten uns auf den Weg, L.A. zu erkunden. Es gab dort Viertel, da verschlossen wir fĂŒr die Durchfahrt alle TĂŒren.... Nach lĂ€ngerem Suchen sahen wir es am Berg erblitzen, HOLLYWOOD !  Wir versuchten etwas nĂ€her an die Buchstaben heran zu kommen, verloren diese dann aber aus den Augen und landeten in der NĂ€he der Universal-Studios, worauf wir fĂŒr den nĂ€chsten Tag einen Besuch dort beschlossen, Disneyland musste ausfallen. Bei der RĂŒckfahrt zum Hotel wurde uns endgĂŒltig klar, in L.A. möchten wir nicht leben. auch die StrĂ€nde von Malibu waren nicht so schön, wie wir sie aus dem Fernseher kannten, nicht mal Rockford war zu sehen.

Wir fielen am Abend tot ins Bett.

Der erste Tag in den USA, nach dem FrĂŒhstĂŒck ( wie kann man nur so viele fettige Speisen vertilgen? ) machten wir uns auf den Weg zu den Universal-Studios.

Am Eingang erwartete uns das “Hard-Rock-Cafe” mit der ĂŒbergrossen Abbildung einer elektrischen Gitarre, wir fĂŒhlten uns heimisch und lauschten etwas am Hardrocksound, der aus dem GebĂ€ude entwich....

Frankenstein, Clark Cable, Humphrey Bogard usw. begrĂŒssten uns mit einem TĂ€sschen Tee. komisch, die waren frĂŒher ganz anders...

Weiter gings durch das französische Viertel mit nett nachgebauten HÀusern aus dem Land des Weines. Im Bild rechts ist ein kleiner Ausschnitt zu sehen.
Irgendwo assen wir dann einen riesen Burger. Wir mussten gestehen, der war richtig lecker. JĂ€h wurde unser Mittagsmahl unterbrochen, was war das?

Jake und Elwood Blues donnerten mit ihrem Wagen an uns vorbei, ej, goil, wir assen auf und folgtem dem Getöse...

Zur Abwechslung besuchten wir eine der zahlreichen Shows: Waterworld Wer kennt den Film mit Kevin Costner nicht?

Nichtsahnend, was da auf uns zukommt, betraten wir den Showbereich und wurden zugleich von Animatueren angefeuert, mit dem Ergebnis, dass die ersten Zuschauerreihen ziemlich nass wurden.

Der Film wurde in 45 Minuten nachgespielt, die beeindruckende Kulisse war Spielfeld fĂŒr grandiose Inszenierungen und pyrotechnische Effekte, die hier voll und ganz zur Geltung kamen. Der Höhepunkte war ein Flugzeug, welches mit einem lauten Knall irgendwoher mitten in das Bassin klatschte und mit lautem Getöse, sowie viel Wasser, kurz vor den Zuschauern stehen blieb!

Zum Abschluss gabs das finale Pyrofest mit riesigem Flammenmeer......

Wir waren total beeindruckt und gingen zur nÀchsten Vorstellung, bei dem der Film Terminator, mit Arnold Schwarzenegger, inszeniert wurde, leider durften wir hier keine Fotos machen. Doch auch hier waren wir von der eigesetzten Technik begeistert, sowas hatten wir noch nicht gesehen!

Wahnsinn, es gibt diese wunderschönen Feuerwehrwagen tatsÀchlich.
Heimlich standen zwei dieser Prachtexemplare mitten im Universal-Studio-Park und lockten uns mit ihrem strahlendem Rot und dem blitzendem Chrom...

Ob die die extra fĂŒr uns dort positioniert hatten?

Neben der Nachbildung vom Szenario des Film Jurassik-Park, durch den eine Wildwasserbahn fĂŒhrt, gab es auf einer Rundfahrt noch andere Showeinlagen zu bestaunen. Nichtsahnend sassen wir in einem offenem Wagen, als es anfing zu grummeln. Erst wussten wir gar nicht, was auf uns zukam, dann sahen wir es und erschraken ein wenig, als das Wasser auf uns zustĂŒrmte und uns bis kurz vor den FĂŒssen stand...

Wir fuhren weiter in eine dunkle Halle, in der etwas zu explodieren schien, die Decke knallte neben uns runter und ein LKW schoss auf uns zu.... Mein Gott, die spinnen, die Amis!
Wir befanden uns in einer Halle, in der ein Erdbeeben simmuliert wurde, nicht nur der LKW, nein, auch eine U-Bahn entgleiste und durchschlug einen Pfeiler um kurz vor uns stehen zu bleiben.

Es wurde spĂ€ter und wir mussten uns sputen, es lagen ja noch ca. 230 Km vor uns, zu unserem nĂ€chsten Übernachtungsort, Palm Springs. Im Hotel angekommen, packten wir kurz unsere Sachen aus und gingen in Miro`s Restaurant essen, um danach wieder tot ins Bett zu fallen.

Am nĂ€chsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Laughlin. Unser Weg fĂŒhrte uns durch den Joshua-Tree- Nationalpark. Eine Strecke von ca. 380 Km erwartete uns. Kurz hinter Palm Springs fuhren wir an einem riesigem Wind- Kraftwerkspark vorbei. Am Eingang des Nationalparks erwartete uns eine freundliche Rangerin, wir kauften bei ihr eine Nationalparkskarte AAA.

Joshua Trees (oben und links), die bo- tanisch zu den Riesen-Yuccas gehören (Yucca brevifolia). Joshua Trees erreichen eine Höhe von bis zu 12 m, die BlĂŒtezeit ist im April und Mai.

SpĂ€t Abends erreichten wir Laughlin. Der Ort bedraf eigentlich keiner nĂ€heren Beschreibung.Weiter gings am frĂŒhen Morgen des nĂ€chsten Tages nach Williams. Den Weg befuhren wir ab 

Outman ĂŒber die Route 66 Richtung Kingman.

Vorbei an bizarren Felsformationen, fuhren wir ĂŒber teils arg schlechte Strassen gen Williams.

Typische Landschaften und typische Fahrzeuge. Folgen sie uns im Teil 2...........