Canfranc 2
Canfranc
Canfranc 3

Angeregt durch weitere Recherchen im Internet, Prospekten, Büchern und Videos auf Youtube war schnell klar, ein Tag reichte auch in 2014 nicht aus, wir mussten den weiten Weg wohl noch einmal beschreiten. Hatten wir beim ersten Besuch das Pech, dass alle Führungen schon ausgebucht waren, fuhren wir nun früher los, eine Führung ins Gebäude sollte es schon sein.

Angkommen am Gebäude Nummer 5, in dem die Führung beginnen sollte, wurde uns gesagt, dass wir erst Karten im Touristikzentrum im Ort erwerben müssen. Wir machten uns auf den Weg und bekamen dort zu hören, dass schon wieder alle Führungen ausgebucht seien. Man müsse tel. vorreservieren. Mein Hals hätte nicht mal mehr im Bahnhof Platz gefunden....grrr.

Wir machten uns nun auf den Weg um weitere Teile des Geländes zu erkunden.

Der Ort des Erwachens...

Schauen wir uns mal Gebäude 10 und 11, nördlich vom Hauptgebäude 9 etwas näher an. Früher haben hier Bedienstete in den freien Zeiten genächtig und sich verköstigt.

Wir schauen in das vordere Gebäude hinein, es ist schon ziemlich beschädigt, ein Zutritt wäre zu gefährlich. Wir schreiten südlicher zum zweiten Gebäude.

Das zweite Gebäude, Gebäude Nummer 11. Hier konnte man in den oberen Stock hinauf.

Die Treppe hoch: Autorität Nein! Ich dachte erst, es geht um die Stromversorgung...tststs.........

Diese Räume habe ich nicht betreten, die Decke erweckt kein Vertrauen mehr...

Ein Blick aus dem Fenster.

Ah, eine Küche, mit Abzug, Waschbecken usw. Meinen Recherchen nach müssen diese beiden Gebäude für die Franzosen geewesen sein. Die spanischen Eisenbahner hatten ihre Unterkünfte in der Nähe des Lokschuppens, Gebäude 28 und 29, doch davon später mehr.

Verwunschen, Dornröschen holt sich Canfranc im Schlaf, wobei hier die sieben Zwerge nett bei ner ordentlichen Restaurierung helfen könnten;-)))

Wir schreiten langsam in Richtung Gebäude 16 und 22, die Güterverladeschuppen und Rampen.  Noch ein kurzer Blick zurück auf Gebäude 10 und 11. Hier lagen mal Schienen....

Zwischen Gebäude 16 und 22 sind auf einem Gleis viele Waggons der Witterung ausgesetzt, was man ihnen deutlich ansieht.

Eigentlich sieht man überall verrottende Waggons.

Warum hört niemand auf den Sprayer?

Die Gebäude 16 und 22 sind verschlossen, lediglich durch einen der verrotteten Waggons lässt sich ein Blick ins Innere erhaschen. Auf dort sieht man unzählige Waggons, die zwar im Trockenen stehen, um die sich aber auch niemand kümmert.

Wir schreiten voran und betreten die überdachten Laderampen 15 und 21. Hier findet man an beiden Laderampen Treppen zur Unterführung. Diese Unterführung führt bis zu einer Brücke über den umgeleiteten Fluss. Sie liegt ein Stück weiter südlicher vom Eingangsportal.

Ein kurzer Blick zu Rampe 15, dann schreiten wir die Treppe hinunter.

Deutlich zu sehen, der nächste Aufgang führt zu Rampe 15, ganz hinten sieht man das Ende der Unterführung. Der Weg bis zum Ende ist aber versperrt.

Und so siehts auf der anderen Seite aus. Wir befinden uns 100m südlich des Haupteinganges.

Deutlich sieht man die Absperrung, im Hintergrund die Aufgänge zu den Rampen 15 und 21.

Ein Blick nach links und man sieht die Brücke zum Haupteingang.

Wir schreiten weiter das Gelände südlich der Rampen 15 und 21 ab. Gebäude, Rampen, Schienen, Kräne, Waggons und dazwischen die Natur.

Noch ein Blick zurück zum Bahnhofsgebäude. Der Anblick ist immer wieder faszinierend.

Zur Erinnerung: 1997, also 17 Jahre zuvor, sahs dort so aus.

Der Kran wirkt irgendwie noch funktionsfähig.

Rechts im Bild die Halle 7. Wir sind nun fast am Ende diesen Besichtigungstages und laufen langsam zum Ausgang zurück.

Nicht, ohne noch ein paar Blicke in die einzelnen Räume von Halle 8 zu werfen.

Wir sind nun wieder am Ein- bzw. Ausgang angekommen. Vor uns das kleine Gebäude Nummer 3, in dem sich eine Pumpe befindet

Noch ein paar abschließende Impressionen von der spanischen Seite des Bahnhofs.

Gut zu erkennen, die Scheiben wurden erneuert, aber wieder nicht im ursprünglichen Stil, leider!

Am Eingang angelangt, Gebäude 6, in dem nun Fahrkarten gekauft werden können.

Und Gebäude 5, in dem nun die Führungen durch den Bahnhof beginnen. Bitte tel. voranmelden unter 0034 974 373 141. Man spricht spanisch!

Noch etwas fällt einem auf, wenn man ganz genau bei der neuen Kuppel hinschaut.

So sah es da bei der Eröffnung einmal aus, schon recht feierlich.

Der zweite Tag in Canfranc neigt sich nun dem Ende zu. Aber keine Bange, so schnell geben wir Wölkers nicht auf. Wir sind nun einen dritten Tag nach Canfranc gefahren, haben vorher brav eine Führung reserviert, doch lesen sie selbst im Teil 3 über Canfranc.