Ost vs West
Automus. Prototyp
Scampolo

Wir auf der vorangegangenen Seite schon angesprochen, im Dezember durften wir die Sonderausstellung Automobilrennsport in BRD und DRR zwischen Kriegsende und Mauerbau bestaunen. Eine Ausstellung zu Ehren des 25. Jahrestages des Falls der Mauer zwischen BRD und DDR.

Ja, da denkt man an Wartburg, Melkus und Trabant, doch was wir da zu sehen bekamen, hat zumindest mir fast die Sprache verschlagen!

Schön, dass man diesen Teil der Geschichte auch im Bereich des Rennsports aufbereitet. Schade, dass nicht mehr Menschen diese faszinierenden Rennwagen bestaunen konnten. Doch schauen sie selbst!

Die Formel 3 in der ehemaligen DDR. Formelsport da drüben? Ja klar... na wenn ich ehrlich bin, ich wusste es auch nciht. Aber schauen sie sich diesen Renner von 1963 an! Ein 1963er SEG II Formel 3 (DDR). Hm, SEG, was heißt das? Sozialistische Einheitsgemeinschaft! Unter Willi Lehmann und Siegfried Seiffert entstanden vier Fahrzeuge, sowie ein Ersatzchassis.

Der nächste Monoposto erblickte das Licht der Welt im Ruhrpott, nämlich in Recklinghausen. Btw, mein Vater stammt aus Recklinghausen! Sein ehemaliger Ausbildungsbetrieb ( am Rathaus ) lag drei Häuser von der Werkstatt von Walter Komossa entfernt, sie kannten sich persönlich!  Der 1950 von Walter Komossa erbaute Scampolo Wartburg Formel Junior Rennwagen wurde mit einem BMW-Motorradmotor ausgestattet. Danke für den wichtigen Hinweis an Herrn Eckhard Teelen aus Recklinghausen! 1953 gelang er in den Besitz von Willi Lehmann aus der DDR. Mit diesem Wagen fuhr er erfolgreich in der DDR Formel 3 Meisterschaft. Er rüstete den Wagen später mit einem frisierten Wartburgmotor um und bestritt damit erfolgreich die DDR Formel Junior. Der Name Scampolo rührt daher, weil der Monoposto aus Resten gebaut wurde!

Nachfolgend ein Holbein HH 49. Ein von HermannHolbein, seines Zeichens Entwicklungsleiter der Fahrwerksabteilung bei BMW, entwickelter Formel 2 Monoposto, auf Basis eines BMW 328.