Automus. Prototyp
Hamburg
Ost vs West

Mehr durch Zufall bin ich beim Stöbern im Internet auf ein kleines und wie sich herausstellen sollte sehr feines Automobilmuseum gestoßen. Das Automuseum Prototyp liegt in Hamburg an der Shanghaiallee 7. Direkt am Samstag nach Weihnachten 2014 fuhr ich dort mit meinem jüngsten Sohn mal vorbei. Eines vorweg, die 5,5 Stunden Fahrt haben sich gelohnt! Es war ein kalter Tag, der Wind zog um die Häuser und wir waren froh, endlich im Museum angekommen zu sein. Wir wurden freundlich bergüßt und fanden sogar mehrere große Schließfächer vor. In einem der Fächer verschlossen wir die Jacken und den Fotoruckdsack. Es darf ausdrücklich fotografiert werden, jedoch ohne Blitz. Das ist hier überhaupt kein Problem, jeder Einsatz einss normalen Blitzgerätes würde die Stimmung zerstören und zudem unschöne Spiegelungen hervorrufen.

Anbei der link zur Website des Museums. Bitte auch die Lautsprecher einschalten!

Wir schritten ins Museum und waren sehr angenehm überrascht. Keine Bänder, keine Abgrenzungen, nichts verhinderte den ungetrübten Blick auf die Ausstellungsobjekte. Es war eine Freude!

Das erste von uns betrachtete Fahrzeug war ein Porsche Typ 64, der sog. Berlin-Rom-Wagen:

Der Anblick fasziniert schon sehr. Diese wunderschönen Formen und Kurven, aber auch die Feinheiten, wie den massiven Trügriff, oder den Motor, ein Typ E60 Aggregat.

Nachfolgend unser zweites Betrachtungsobjekt. Kennt irgendjemand dieses schöne Fahrzeug? Es handelt sich um einen Denzel 1500 Sport International aus dem Jahre 1954.

Nachfolgend ein ebenso imposantes Fahrzeug, von dem ich noch nie etwas gehört habe, der Cisitaia D46, in dem Hans Stuck gefahren ist.

Otto Mathé, wer kennt ihn nicht? Falsch, er sit nciht Erfinder eines ähnlich klingenden Tees, er ist Rennfaher, Konstrukteru und mit Hingabe Entwickler von Motorölzusätzen, sogenannten Additiven. Damit hat sich Otto Mathé einen Namen gemacht, der bis heute aufhorchen lässt. Was viele nicht wissen, er hat in sehr jungen Jahren bei einem Sturz in einem Motorradrennen schwere Verletzungen am Arm erleiden müssen. Der rechte Arm war danach gelähmt, was ihn nicht daran hinterte, Automibilrennen zu bestreiten, dies sehr erfolgreich! Niki Lauda bezeichnete Mathé als sein Idol! Anbei sein “Marketingmobil”.

Kennt jemand den Mathé Fetzenflieger? Er baute den Wagen selbst und verpflanzte darin einen Porsche “Fuhrmann” Motor aus einem 356 A Carrera GT ( 130PS ). Im Museum spricht man von Teilen eines 550er Spyders. Einen 550er Spyder fuhr auch James Dean, legendär mit der Nummer 130 und dem Schriftzug “ Little Bastard” Ihr kennt ihn  von meinem VW Up! Zurück zum Fetzenflieger. Otto Mathé gewann damit zahlreiche Rennen und wurde mehrfacher Meister! Bedenken wir, der Aufbau des Wagens, sowie die Rennen bewerkstellligter er quasi als Einarmiger! Ich ziehe meinen Hut!

Eine Kulissenschaltung, heute eher aus dem Hause Ferrari bekannt. Das sieht aus, wie aus einer Heimwerkerbude. Bedenken wir, mit diesem Fahrzeug war eine Höchstgeschwindigkeit von unglaublichen 210 bis 225 km/h möglich gewesen sein sollen. Den Namen Fetzenflieger errang der Wagen übrigens durch die Textilabdeckungen über den Zündkerzen. Bei einer Fehlzündung flogen dort Teile eben jener Verkleidung, also Fetzen! Otto Mathé wählte dieses Material umd schnell an die Zündkerzen zu gelangen.

But what a car we see next? Ein Schulte III von Ludewig in Bugatti Blau. Eine Eigen- konstruktion mit einer Höchstgeschwindiglkeit von 176km/h aus nur 30PS! Bemerkenswert, der Monoposto hatte Frontantrieb! Sieht irgendwie wie aus nem Trixbaukasten aus.....

Hach, schwelg, eine herrliche Form, oder? Ich liebe das!

Beim Lesen des Namens vom nächsten Fahrzeug musste ich an eine Köchin denken.. Der Polensky Monopoletta aus dem Jahre 1950. Ist der nicht schön?

Ein Porsche 356, welcher in Gmünd in Österreich gefertigt wurde, das so. Gmünd Coupé

Otto Mathés Hell Jap Wagen:

Bleche, egal aus welchem Material, wurden früher nicht gestanzt, sondern geklopft. ANbei das Klopfmodell des Auto Union Typ C Modells.

Borgward Sportcoupé, wer kennt dieses schöne Fahrzeug nicht,,,,,,,,,,,,er hier sehen wir einen makelosen Hansa 1500 Sportcoupé. Hach, das sind noch Formen und Schwünge... herrlich!

Und nachfolgend die Geschichte, warum Porsche seine Fahrzeuge mit der Typennummer beginnend mit der 9 versieht..

Was für Formen der Karosserie... Der D & S VW Spezial, wirklich sehr speziell und schön!

Damals baute man noch kleine und leichte Sportwagen, mit denen das Fahren Spaß machte.

Der Petermax Müller Weltrekordwagen aus dem Jahre 1949. Mit 78PS bis zu 215km/h schnell!

Ein seltenes Exemplar, der 356A von Vasek Polak: Ready to Race, mit Überrollbügel.

Das sag mal heute am Stammtisch: 110PS, 261km/h schnell! Das glaubt dir keiner! NSU kanns.

Meine tiefe Leidenschaft, die Porsche-Historie. Was hat man bei Porsche nicht nur für schnelle, sondern auch unglaublich wohlgeformte Sportwagen gebaut, hach! Der Typ 718, den gabs nicht nur als Monoposto, so wie hier nachfolgend abgellichtet, nein, es gab ihn auch als Monoposto F1 und als RS60, dem 550er eher ähnelnd... Anbei der 718 als F2 Variante, wunderschön, oder... Versprochen, den 718 als RS60 werden wir noch sehen.... hier im Prototypen Museum Hamburg!

Ein Porsche 904 GTS ( links, muss ich das schreiben??? ) schmiegt sich an den Nachfolger des legänderen 550er, der 718er in der RS60 Ausführung, also mal nicht als Monotposto, oder Coupe. Diese Formen.. Wer sich solche Wagen mal im Original anschaut, erschrickt, wie klein die doch sind und wir sind hier nicht im Modellbauclub von nebenan, sondern bei hochkarätigen Sportwagen!  Da kommt Freuide auf!

Zwei schöne Rücken können den Mann auch entzücken...

Der 904 GTS in der Seitenansicht. Diese geschwungenen Linien, der Schriftzug, die Stahlfelgen, alles unglaublich harmonisch und zudem auch noch schnell!

Ein Blick via Heck in den Innenraum des 904... Hm, früher Porsche, früher Audi, oder?

Im 718er RS60 gehts spartanischer zu. So muss ein Roadster sein, kurz, knackig, nur das Nötigste!

Und wieder ein besonders schöner Porsche 356, ein frühes Modell mit geteilter Frontscheibe.

Porsche baute davon im Jahre 1950 exakt 298 Coupes mit 40PS. Hier sehr schön zu erkennen die noch sehr runde und wuchtige Front, von der man sich bei nachfolgenden Modellen trennte.

Außer den ganzen Fahrzeugen gibts natürlich noch jeder Menge Modelle, Spiezeuge, Plakate, Accesoires usw. zu bestaunen. Der Fahrsimmulator in einem alten Porsche 356 Cabrio war leider defekt, dafür hat uns die Soundbox mit Plakaten vergangener Rennen und orig. Motorsound, den man für verschiedenen Fahrzeuge wählen konnte, begeistert.

Wer nun Hunger bekommen hat, im Museum befindet sich auch noch ein Cafe. Das soll aber noch nciht alles gewesen sein. Das Prototypen-Museum zeigt auf einer extra Ebene immer neue Ausstellungen. Als wir im Dezember 2014 das Museum besuchten, gabs eine Sonderausstellung zum Thema Rennsportgeschichte in Ost und West. Sehr interessant!

Hinweis: In Absprache mit dem Museum habe ich hier nicht alle Fahrzeuge online gestellt. Eine schriftliche Genehmigung, dass ich diese Bilder und Texte online stellen darf, liegt mir vor. Danke dafür an Frau Preiseler vom Automuseum Prototyp in Hamburg!