Fuji S3Pro Vergleich
Fotographieren
Fokusfalle
Firmware

Nach einem unheimlich günstigen Angebot des Media-Marktes für die Fuji S3 Pro konnte ich nicht widerstehen und hab sie erworben. Natürlich habe ich mich sofort ans Werk gemacht und ihre Eigenschaften mit meinen vorhandenen Objektiven getestet.

Zuerst bin ich den Aussagen des Internets auf den Leib gerückt, die S3 Pro würde mit 512 MB XD-Cards schneller sein, als mit CF-Cards. Ich habe drei Fotots in RAW aufgenommen, immerhin je 25 MB an Datenmenge, danach habe ich die Zeit gestoppt, bis die S3 mit dem Speichern fertig war. Mit einer 512MB Olympus H Highspeed XD-Card vergangen 19 Sekunden für die 75 MB, mit einer Kingston Elite Pro Highspeed 1 GB CF-Card vergangen 39 Sekunden. Das schnellere Speicher auf der XD-Card bedeutet aber, dass nach 20 Aufnahmen Schulz ist!!! Im JPG-Format passen ca. 140 Bilder auf eine 512 MB Card.

Nun habe ich ausgiebig das für mich größte Manko meines geliebten Nikon-Objektives, dem 80-200mm 2.8 AF-D Schiebezoom ausgetestet. An Nikon DSLRs tritt der Fehler des sog. Frontfokus auf, d.h. der Fokusbereich ist etwas dem gesehenem und vom AF eingestellten Bereich vorgelagert, die Schärfeebene stimmt nicht. Das macht sich bei offener Blende bis zu einer Entfernung von 5 Metern deutlich störend bemerkbar. Auf Grund der völlig anderen Konstruktion der Fuji S3 Pro, sie basiert auf einer umgebauten Nikon F80, und des vollkommen anders aufgebauten CCD-Chips, tritt hier das Problem nicht auf, sie stellt optimal scharf!

Die Fuji S3 Pro bietet mir ein einmaliges Erlebnis. Ich habe früher fast ausschlißlich auf Diamaterial vom Typß Fuji Velvia mit 50 ASA fotographiert. Die S3 Pro bietet mir eine Filmemulation vom Typ Velvia an, die mich echt begeistert, da kommen analoge Gefühle in mir hoch.
Ich habe mich einmal daran gemacht und die verschiedenen Modi getestet. Die Bilder stelle ich hier einmal mit Beschreibung rein. Sie sind unbearbeitet und haben einen 100% Ausschnitt! Alle Fotos mit dem Nikon 28-70mm 3,5-4,5 AF-D Objaktiv.

Zuerst ein 100% Ausschnitt, unbearbeitet mit folgenden Einstellungen:

- sRGB
- RAW
- Dyn. Erweiterung ein
- Auto Weissabgleich
- Filmemulsion 2 Typ Velvia
- ISO 200
- 50mm Brennweite

Danach ein 100% Ausschnitt, unbearbeitet mit folgenden Einstellungen:

- sRGB
- JPG
- 12 Megapixel
- Dyn. Erweiterung ein
- Auto Weissabgleich
- Filmemulsion 2 Typ Velvia
- ISO 200
- 50mm Brennweite

Deutlich ist das wesentlich bessere Ergebnis der RAW-Aufnahme zu sehen. Das RAW-Format bietet deutlich mehr Auflösungsvermögen, natürlichere Farbdarstellung und wesentlich mehr Dynamikumfang, d.h. die dunklen Stellen zeigen noch Details und Zeichnung, die beim JPG-Format einfach weg sind. das Rauschen usw. interessiert hierbei nicht, es ist keine Rauschunterdrückung usw. eingeschaltet gewesen! Ich hab auch nichts in Photoshop rausgefiltert.

Als dritte Variante ein 100% Ausschnitt, unbearbeitet mit folgenden Einstellungen:

- sRGB
- JPG
- 12 Megapixel
- Erweiterung 1
- Auto Weissabgleich
- Filmemulsion 1 Portrait
- ISO 200
- 50mm Brennweite

Auch hier ist das Ergebnis schlechter, als im RAW-Modus.Nun ein Vergleich der Nikon Coolpix8800 bei 300mm Brennweite im Automatikbetrieb gegen die Fuji S3 Pro mit dem Nikon 80-200mm 2.8 AF-D. Beide Bilder wieder unbearbeitet im 100% Ausschnitt bei uns vom Balkon in der Abenddämmerung aufgenommen. Der Farbraum ist bei beiden Aufnahmen sRGB. Auch hier ist eine deutlich bessere Qualität der Fuji-Nikon-Kombination zu sehen. Feinste Details werden rausgearbeitet. Bedenkenswert ist dabei, dass die Coolpix einen optischen Bildstabilisator hat und das alte Nikon-Objaktiv an der S3 nicht!

Fuji S3 Pro mit Nikon 80-200 2.8 AF-D

Nikon Coolpix 8800 bei ebenfalls 300 mm

Anbei noch ein paar Aufnahmen mit der S3 Pro heute Abend...

Nachfolgend noch ein paar RAW-Aufnahmen. Bei diesen 100% Ausschnitten habe ich die verschiedenen ISO-Einstellungen getestet. Alles ohne jegliche Nachbearbeitung!!!

ISO 100

ISO 200

ISO 400

ISO 800

ISO 1600

Bis ISO 400 ist das Farbrauschen sehr gering und lediglich eine gewisse Körnigkeit vorhanden, die im Bild aber nicht stört. Ab ISO 800 wird die Körnigkeit durch minimales Farbrauschen verstärkt, welches bei ISO 1600 deutlich sichtbar ist. In einem Ausdruck DIN A4 wird das trotzdem nicht sichtbar sein. Für eine Onlineversion in 800er Seitenlänge ist das nicht relevamnt, wie die nachfolgenden Aufnahmen zeigen, die beide nur auf eine 391er Seitenlänge verkleinert wurden und sonst nicht bearbeitet wurden! Es sind Ausschnitte aus einem Bild mit 800er Seitenbreite.

ISO 100

ISO 1600

Noch ein Bild von unserem Kräutergarten, der eine sehr warme Fargebung und schöne Schärfe aufweist. Ebenfalls ist die Schärfeebene so, wie ich es erwartet habe, einfach perfekt.

nach eingiebigem Studium im Internet habe ich nun die Fuji Hyper Utilities Software erworben, um die ges. Dynamik der R- und S-Pixel nutzen zu können, dies kann nämlich das Adobe-RAW-Plugin nicht!

Die Software wird ohne Bedienungsanleitung geliefert, was im Grunde schon eine Frechheit darstellt. Nachdem ich fast verzweifelt bin, hab ich doch noch das RAW-Plugin dort aktivieren können und mich an die Arbeit gemacht. Anbei ein Bild der Software.

Nun zur Verdeutlichung ein Bild, welches ich im F2-Simmulationsmodus ( Velvia mit satten Farben ) im  RAW-Modus aufgenommen habe. Das Bild wurde verkleinert auf 716er Btreite und unscharf nachgeschärft mit den Werten:

- Stärke: 250
- Radius 0,2
- Schwellenwert 0

Danach als JPG mit Komprimierungsrate 63 % abgespeichert.

Bild 1 zeigt das Bild aus dem Adobe RAW Plugin

Das nächste Bild wurde als RAW-File in der Hyper Utilities Software in TIFF umgewandelt, hat dort eine Größe von 75 MB, weil ja jeder Farbkanal eigens abge- speichert wird und wurde danach in Photoshop CS ebenso wie das obige Bild bear- beitet. Deutlich zu sehen ist der Unterschied, der ja im Velvia-Modus gewünscht ist.

In den Unterketegorien werde ich in der Zukunft einige Tipps zur Fuji S3 Pro geben.