Teil 9
Bildbearbeitung

In diesem Kapitel möchten wir ihnen ein absolut geniales Tool vorstellen, um jegliches Rauschen in Bildern zu minimieren: NeatImage.

Die Downloadversion finden sie immer aktuell auf dieser Site.

Nach der Installation starten wir das Program und klicken bei dieser zeitlich unbeschränkten Demoversion auf “OK”.

Das eigentliche Bearbeitungsfenster öffnet sich und wir können ein Bild zur Bearbeitung laden: “Open input image”
( roter Pfeil ).

Am Anfang lassen wir alle Einstellungen / Optionen unverändert!

Als Beispiel laden wir das Bild mit dem Fisch. Da es mit einer ISO-Einstellung ASA 200 aufgenommen wurde, tritt hier das Farbrauschen recht kräftig hervor. Das fällt insbesonders auf, je größer das Bild dargestellt wird. Klicken sie dazu einfach einmal auf das Bild! Je größer die Aufnahmechip in einer Digitalkamera, desto weniger gibt es Probleme mit dem sog. Farbrauschen, das ist der Grund, warum bei kompakten Digicams das Farbrauschen bei ISO 200 sehr deutlich ist und bei

digitalen Spiegelreflexkameras, die wohlmöglich einen Chip mit 24x36mm einsetzen, selbst bei ISO 1600 fast kein Rauschen zu sehen ist. Irgendwo muß der Preisunterschied ja herkommen... Das bedingt nämlich auch wesentlich größere Objektivdurchmesser, die schwieriger zu berechnen und erheblich teuer sind!Wenn das Bild geladen ist, empfehle ich gleich auf den Reiter “Noise Filter Settings” zu klicken.

Im nächsten Step setzen wir den Bildausschnitt auf einhundert Prozent ( roter Pfeil) und ziehen mit gedrückt gehaltener linker Maustaste ein Rechteck auf. Mit dem Loslassen der Maustaste werden die in der rechten Hälfte voreingestellten Optionen auch schon umgesetzt, wie man deutlich am gemindertem Rauschen im QRechteck sehen kann. Nun gilt es die Einstellungen so vorzunehmen, dass kein sichtbarer Detailverlust hingenommen werden muß, jedoch das Rauschen so weit wie möglich  gemindert wird, was auch mit ein wenig Übung sehr gut gelingt. Jegliche Änderung an den Schiebereglern wird nach dem Loslassen sofort berechnet umd sichtbar umgesetzt.

Schauen wir uns die Optionen genauer an. Unter “Noise Levels” gibt es die Möglichkeit mit Hilfe der Schieberegler die feinen ( High ), mittleren ( Mid ) und groben ( Low ) Rauschfehler zu korrigieren ( eigentlich hoch- bis tieffrequentes Rauschmaß ). Zudem kann man das Farbrauschen durch die Beeinflussung des spezifischen Rauschmaßes in den einzelnen Farbkanälen regulieren.

Im Menü “Noise Reduction Amounts” kann dann das Rauschmaß selektiv in Prozentschritten angepasst werden. Kontrollieren sie stets das gewünschte Ergebnis, um keine Details zu vermindern!!!

“Very low freq” beeinflusst die ganz tiefen Rauschfrequenzen. “Smooth edges” glättet Ränder, kann aber auch Details verringern. “High quality” und “High resolution” ergeben eine qualitativ bessere Bildwiedergabe.

Mit den “Sharpening Settings” läßt sich die relative Schärfe in den einzelnen Farbkanälen einstellen, was mehr Details ins Bild bringt.

Anbei meine gewählten Einstellungen fürs Bild, die objektbezogen ein gutes Ergebnis darstellen, da hierbei ein gewisser Detailverlust hinnehmbar ist.

Nach der Bildbearbeitung klicken wir auf  den Button “Output image”

Mit dem Druck auf den Button “Apply” wird das gesamte Bild mit unseren Einstellungen bearbeitet und angezeigt.

Mit einem Klick auf den Button

läßt sich die Filterwirkung überprüfen.

Beim Klick auf den Button

läßt sich Helligkeit, Kontrast und Gamma justieren.

Zu guter Letzt speichern wir das Bild mit einem Klick auf

ab, fertig!

Und hier nochmals der vorher/nachher Effekt, bitte aufs jeweilige Bild klicken!

Eine weitere Variante stellt das verwenden von vorgefertigten Profilen dar. Auf der Neatimage-Website gibt es verschiedene Profile zum kostenlosem Download, mit denen die Bearbeitung des lästigen Bildrauschens ein Einfaches ist. Einfach runterladen und im “Profile” Ordner von Neatimage entzipt abspeichern.

Und so gehts:

Wir öffnen wieder Neatimage, laden das entsprechende Bild ins Auswahlfenster ( 1 ) und wählen den Reiter “Device Noise Profile” ( 2 ). Dort laden wir das entsprechende Profile wie folgt ( 3 ): Auf das Diskettensymbol mit dem abgehendem Pfeil klicken und aus dem Ordner “Profiles” das Profile wählen, welches den EXIF-Daten der Aufnahme entspricht ( auf den ISO-Wert achten ). Nun brauchen wir nur noch auf den Reiter “Outpu Image” ( 4 ) klicken und mit “Apply” das Bild mit dem Profile bearbeiten lassen. Fertig!