Teil 20
Bildbearbeitung

Tonwert

Wer oder was ist überhaupt dieser Tonwert?

Der Tonwert gibt das Dichte-Verhältnis eines Pixels an. Wir erkennen darin das gesamte Dichtespektrum eines Bildes, also der Unterschied zwischen schwarz/dunkel und weiß/hell. Ersichtlich wird das Ganze mit einem Densitometer und dargestellt in einem sog. Histogramm.

In Photoshop wird der Tonwert mit Werten von 0 bis 255 angegeben, wobei 0 schwarz darstellt. Das rührt daher, weil ein Graustufenmodell 256 Grautöne annehmen kann. Auch Farbkanäle habe diese Heligkeitsabstufung. Der Tonwert drückt also die Intensitäte einer Farbe, oder auch das Verhältnis zwischen schwarz und weiß aus. Diese Darstellung kann man natürlich auf jeden Farbkanal einzeln beschränken, was eine sehr aussagefähige Darstellung der Tonwerte ermöglicht. Eine ideale Tonwertkurve nutzt das gesamte Tonwertspektrum rel. gleichmäßig aus und fällt zu den beiden Enden gleichmäßig ab.

Wird im Histogramm der Tonwert zum unteren Ende angezeigt, also gegen 0, so hat das Bild sehr viele dunkle, oder auch schwarze Anteile. Zeigt die Kurve im Histogramm hingegen einen erhöhten Ausschlag am oberen Ende an, so kann man von einer Überbelichtung und somit ausgefressenen Lichtern ausgehen. Im Histogramm sehen sie die Verteilung, wie viele Bildpunkte von jedem der 256 Helligkeitsstufen vorhanden sind.Wenn wir uns mit diesem geringen Wissen die Histogramme der einzelnen Farben anschauen, so erkennen wir recht einfach Farbverschiebungen. Natürlich wird bei der Tonwertkorrektur auch der Kontrast verändert, da wir ja die hell-dunkel-Verhältnisse beeinflussen. Mit der Kontrastanpassung erreichen wir im übrigen auch eine Schärfung im Bild, weil Schärfen nichts anderes darstellt, als den Kontrast an Kanten zwischen hell und dunkel anzuheben.

Histogramme mit einem geringen Tonwertumfang wirken meist flau und kontrastarm, Histogramme mit einem sehr weit gespreiztem Tonwertbereich und Akzenten an den jeweiligen Enden wirken meist zu kontrastreich und unnatürlich.

Eine Bitte an die Profis, hier sollen nur die Grundzüge beleuchtet werden, was es mit dem Tonwert auf sich hat.

Schauen wir uns z.B. einmal dieses Bild an. Es wirkt flau und unscharf. Das Ton- wert-Histogramm zeigt deutlich eine Lücke nach links, was bedeutet, dass hier die dunklen Bildanteile fehlen und die Tonwertbandbreite nicht optimal genutzt wurde.

Im nächsten Step passen wir auf ganz einfache Weise den Tonwert an, in dem wir die Tonwertspreizung so anpassen, dass wieder der volle Tonwertumfang zur Verfügung steht.

Dass passiert ganz einfach über den linken unteren Schieberegler, hier im Bild rot gekenzeichnet.

Wir können den Effekt in der Vorschau kontrollieren. Dann ein Klick auf OK und das Bild ist angepasst.

Betrachten wir nun das Ergebnis im Bild und die dazugehörige Tonwertkurve.

Ein deutlich harmonischeres Histogramm und auch die Bild- wiedergabe sieht recht stimmig aus.

Nun passen wir mit der Tonwertkorrektur die einzelnen Farbkanäle an, dadurch behebt man Farbstiche. Wir sehen hier, dass zum linken Rand wieder einiges an Tonwertumfang im grünen Kanal verschenkt wurde, wir regeln nach bis zum roten Pfeil und kontrollieren dies in der Vorschau.

Das führt man mit jedem Farbkanal durch und bekommt am Ende schon ein recht stimmiges Bild, welches dann noch individuell geschärft werden muß. Schauen wir uns nochmal das Eingangsbild und das Ergebnis an, ein recht deutlicher Unterschied.

Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, den Tonwert eines Bildes anzupassen. Dieser Weg hat sogar den Vorteil einer Tonwertanalyse incl. der Anzeige ausgefressener Lichter der einzelnen Farbkanäle.Wie geht das? Gaaaaaanz einfach. Wir nehmen uns noch einmal das Ausgangsbild vor, nur mit dem Unterschied, dass wir nun über die Ebenenpalette die Option “ Neue Füll- und Einstellungsebene erstellen” die Funktion “Tonwertkorrektur” wählen. Zuvor haben wir unter dem Punkt “Fenster” den Menüpunkt “Histogramm” angewählt. Stelle ich in unserem Fall nun den Regler für die dunklen Bildtöne ein, also den rechten Regler und halte dabei die “Alt”-Taste gedrückt, so bekomme ich in einer Liveanzeige die Bildteile angezeigt, in der nach Farbkanälen die dunklen Bildbereiche anfangen abzusaufen. Ähnlich verhält es sich bei den Reglern für die hellen Töne, hier sieht man sehr deutlich, wo die einzelnen Farbkanäle anfangen auszufressen!!!! Eine wirklich soínnvolle Funktion..