Teil 19
Bildbearbeitung

Die chromatische Aberration ist ein großes, aber fast unvermeidbares Ärgernis!

Doch, was meine ich überhaupt?

Die chromatische Aberration ist ein Farblängsfehler. Die Linsen spalten das Licht in seine Spektralfarben auf. Gute, korrigierte Linsen beinhalten in deren Berechnung solche Effekte. Nur, zum Rand einer Linse hin wird es immer schwieriger solche Erscheinungen zu eleminieren. Die Objektivbauer versuchen diesem Phänomen entgegenzuwirken, in dem sie Linsen unterschiedlicherer Beschaffenheit zu Gruppen zusammenfassen. Sehr aufwändige Objektive nennt man auch chromatisch korrigiert, hier fallen der rote und der blaugrüne spektrale Teil des Lichts zusammen und sind somit fast nicht sichtbar. Objektive, die drei Spektralbereiche korrigieren nennt man apochromatische korrigiert! Eine andere Möglichkeit, dies zu umgehen, ist abblenden. Nur, digitale Kompaktkameras können meist nicht weit genug abgeblendet werde, weil sie auf grund der Sensorgröße nur einen sehr kleinen Blendenumfang haben!

 

Übrigens, bei Speigelobjektiven tritt dieses Phänomen nicht auf!!!!

Anbei ein Beispiel eines solchen Bildfehlers:

Deutlich sieht man auf der Unterseite den rosafarbenen Saum und oben den blaugrünlichen Saum!

Man bedenke dabei, dass bei diesem Objektiv einer Nikon Coolpix 8800 schon sog. ED-Gläser eingesetzt werden! Ohne solche teuren Gläser würde dieser Ausschnitt noch wesentlich dramatischer aussehen!

Als kleinen Nachtrag möchte ich hier erwähnen, dass sich diese Fehler minimieren lassen. Die chromatische Aberration verringert sich mit einem größeren Blendenwert und verstärkt sich bei Überbelichtung. Wenn wir z.B. herkömmliche Digitalkameras mit der Fuji S3 Pro vergleichen, so ist die Fuji durch ihre Pixelstruktur und die interne Bildverarbeitung weniger gefährdet für diese Fehler!